Autismusspezifische Sprachtherapie
Jedes Kind entwickelt Sprache auf seinem eigenen Weg. Bei Kindern im Autismus-Spektrum stehen sprachliche Schwierigkeiten häufig nicht isoliert im Vordergrund. Sie hängen oft eng mit Wahrnehmung, Orientierung, Interaktion, Motivation und der Fähigkeit zusammen, sich auf andere Menschen einzulassen.
Deshalb beginnt autismusspezifische Sprachtherapie für mich nicht mit Sprachübungen. Sie beginnt mit der Frage:
Was braucht dieses Kind, um überhaupt lernen und kommunizieren zu können?
In einem ersten Schritt geht es darum, Sicherheit, Orientierung, Beziehung und Motivation aufzubauen. Das Kind soll die Therapiesituation als vorhersehbar, verständlich und positiv erleben. Erst wenn ein Kind sich sicher fühlt und Interesse an seinem Gegenüber entwickelt, können Kommunikation, Kooperation und Sprache wachsen.
Darauf aufbauend unterstütze ich Kinder dabei, gemeinsame Aufmerksamkeit, Interaktion und Kooperation zu entwickeln. Viele wichtige Grundlagen von Kommunikation entstehen lange bevor erste Wörter gesprochen werden: sich gegenseitig wahrnehmen, Freude teilen, Blickkontakt aufnehmen, imitieren, abwechselnd handeln und eigene Wünsche mitteilen.
Im weiteren Verlauf können daraus tragfähige Lernroutinen entstehen, die den Aufbau von Kommunikation, Sprache und schulischen Fähigkeiten unterstützen.
Die Therapie orientiert sich dabei immer am individuellen Entwicklungsstand des Kindes. Gemeinsam mit den Eltern entwickle ich einen Therapieplan, der die Stärken, Interessen und Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt.
Zur Unterstützung kommen – je nach Bedarf – verschiedene bewährte Ansätze zum Einsatz, unter anderem:
Mein Ziel ist nicht nur der Aufbau von Sprache. Mein Ziel ist, dass Kinder erleben, dass Kommunikation gelingt, dass Kooperation sich lohnt und dass sie ihre Umwelt wirksam mitgestalten können.